Komposite Kognition

auch: Kompositkognition · Komposites kognitives System

Kognition, deren Ergebnis aus einem Komposit von Schichten entsteht: Mensch + Denkmodell + KI + Daten + externes Gedächtnis. Kriterium: Das Entfernen einer Schicht verändert das kognitive Ergebnis messbar.

Kognition, deren Ergebnis aus einem Komposit von Schichten entsteht: der Mensch + sein Denkmodell + seine KI + seine Daten + sein externes Gedächtnis.

Das operationale Kriterium (der Subtraktionstest)

Eine Schicht gehört zum kognitiven System, wenn ihr Entfernen das kognitive Ergebnis messbar verändert. Nimm Otto sein Notizbuch weg — er „weiß” nicht mehr, wo das Museum ist. Nimm einem Menschen des Jahres 2026 sein Telefon und sein KI-Modell weg — er verliert Zahlen, Routen, das Tempo seines Denkens. Funktional ist das dieselbe Amputation.

Was es NICHT ist

Komposite Kognition bedeutet nicht „die KI denkt für den Menschen”. Der Mensch bleibt die integrierende Schicht: Er wählt aus, was zählt, trägt die Verantwortung, stellt die Fragen. Ein Komposit ohne diese Schicht hat keine Richtung.

Der Begriff wird in Kapitel 2 operational eingeführt; das philosophische Fundament — der Erweiterte Geist (Kapitel 1).